Magyar studierte in Hamburg Jura - und liebt die Hansestadt
15.04.2026 05:30
Als künftiger Regierungschef Ungarns will Péter Magyar ein
verlässlicher Partner in der EU sein. Hat seine proeuropäische
Haltung etwas mit Hamburg zu tun?
Budapest/Hamburg (dpa/lno) - Der Sieger der ungarischen
Parlamentswahl, Péter Magyar, hat einst an der Universität Hamburg
studiert. Er sei im Wintersemester 2002/2003 - also vom 1. Oktober
2002 bis zum 31. März 2003 - als Austauschstudent im Fach
Rechtswissenschaft immatrikuliert gewesen, teilte ein Sprecher des
Hochschulpräsidenten mit. Weitere Informationen zu seinem Aufenthalt
in Hamburg lägen der Universität nicht vor, hieß es.
Der voraussichtliche neue Regierungschef hat seine Zeit an der Elbe
nach eigenen Worten in guter Erinnerung. Auf einer Pressekonferenz in
Budapest hatte sich der 45-Jährige am Montag als «verlässlicher
Partner» in der EU angeboten und spontan auf Deutsch gesagt, dass er
Hamburg liebe. Leider habe er keine Möglichkeit, die deutsche Sprache
zu praktizieren.
Magyars bürgerliche Tisza-Partei hatte am Sonntag die Parlamentswahl
in Ungarn mit deutlichem Vorsprung vor der Fidesz-Partei des
langjährigen Ministerpräsidenten Viktor Orbán gewonnen. Mit 138 von
199 Mandaten errang Tisza eine Zweidrittelmehrheit, mit der sie auch
die Verfassung ändern kann. Auf der Pressekonferenz drang Magyar auf
eine schnelle Regierungsbildung.
