Griechenland stockt Küstenwache auf - Fokus auf Kreta
20.04.2026 15:43
Knapp 20.000 Menschen kamen 2025 auf Kreta an. Nun will die Regierung
Patrouillen und Überwachung ausbauen, um besser auf
Migrationsbewegungen zu reagieren.
Athen (dpa) - Angesichts zunehmender Migrationsbewegungen über die
Route von Libyen nach Kreta plant Griechenland seine Küstenwache
personell aufzustocken. Zudem kündigte der griechische Minister für
Schifffahrt und Inselpolitik, Vassilis Kikilias, die Beschaffung von
vier Flugzeugen und zwei Drohnen an, die im Seegebiet südlich von
Kreta eingesetzt werden sollen. Die Insel habe für die griechische
Regierung «oberste Priorität», sagte Kikilias dem Sender ERTNews.
Kreta liegt rund 300 Kilometer von der libyschen Hafenstadt Tobruk
entfernt. Über diese Route setzen Schlepperbanden Migranten ohne
ausreichende Versorgung oder Navigationsmöglichkeiten ins offene Meer
aus. Dabei kommt es immer wieder zu Unglücken. Nach offiziellen
Angaben erreichten im Jahr 2025 rund 20.000 Menschen die beliebte
Ferieninsel.
