China setzt sieben EU-Firmen auf Exportkontrollliste

24.04.2026 12:05

Peking verbietet sieben EU-Firmen, darunter die Hensoldt AG, den
Bezug bestimmter Waren. Die Maßnahme soll laut Handelsministerium der
nationalen Sicherheit dienen.

Peking (dpa) - China hat sieben Firmen aus der Europäischen Union auf
eine Exportkontrollliste gesetzt. Darunter ist auch der deutsche
Rüstungsbauer Hensoldt AG, wie aus der Mitteilung des
Handelsministeriums in Peking hervorging. Die Behörde begründete das
Vorgehen mit der Wahrung der nationalen Sicherheit. 

Damit ist es Exportfirmen in China untersagt, Güter mit doppeltem
Verwendungszweck - also solche, die für den zivilen, aber auch
militärischen Zweck verwendet werden können - an die betroffenen
Unternehmen zu liefern. Die übrigen Firmen stammen den Angaben
zufolge aus Belgien und der Tschechischen Republik. Zudem dürfen
Firmen Waren, die ihren Ursprung in China hatten, nicht an die
sanktionierten Unternehmen veräußern, wie es weiter hieß. 

China beklagt Waffenverkäufe an Taiwan 

Peking habe Brüssel vorab über den Dialogmechanismus zu
Exportkontrollen von seinem Vorgehen in Kenntnis gesetzt, erklärte
das Handelsministerium. Ein Behördensprecher betonte laut Mitteilung,
dass die Maßnahme nicht die gewöhnlichen Handelsbeziehungen zwischen
China und der EU betreffe. Vielmehr handle China im Einklang mit dem
Gesetz, nachdem die betroffenen Firmen an Waffenverkäufen an Taiwan
beteiligt gewesen seien. 

China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebietes und droht
immer wieder, die Inselrepublik an sich zu binden, wenn nötig auch
mit einem militärischen Vorgehen. Taiwan ist für seine Verteidigung
auf Waffenlieferungen aus dem Ausland angewiesen. Als wichtigster
Unterstützer des Landes mit mehr als 23 Millionen Einwohnern gelten
die USA.