Von der Leyen: Engere Marine-Koordination im Nahen Osten
24.04.2026 17:17
Die Blockade der Straße von Hormus hat die Energiepreise in die Höhe
getrieben und setzt die Wirtschaft unter Druck. Die
EU-Kommissionspräsidentin schlägt engere Zusammenarbeit in der Region
vor.
Nikosia (dpa) - Angesichts der Blockade der Straße von Hormus hat
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen, den
Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Nahen Osten zu
erweitern. Nach einem Treffen der EU-Spitzen mit den Präsidenten von
Ägypten, Libanon und Syrien sowie Jordaniens Kronprinz sagte die
Politikerin, man könne «erwägen, den Umfang von Missionen wie der
Operation Aspides zu erweitern und sie von reinem Schutz zu einer
ausgefeilten gemeinsamen maritimen Koordination weiterzuentwickeln».
Sie schlage vor, «über das reaktive Krisenmanagement hinauszugehen».
Von der Leyen warb zudem dafür, eine strukturelle Zusammenarbeit zur
Steigerung der Rüstungsproduktion aufzubauen. Die Staats- und
Regierungschefs der Europäischen Union hatten sich in Zypern bei
einem informellen Treffen ausgetauscht.
Die EU-Operation «Aspides» war 2024 für den Schutz der
Handelsschifffahrt durch das Rote Meer und den Golf von Aden
gestartet worden. Sie soll bislang Handelsschiffe vor allem vor
Angriffen der Huthi-Miliz aus dem Jemen schützen. Deutschland
beteiligt sich an dem Einsatz, hat derzeit allerdings kein Schiff vor
Ort.
