Wichtige Mineralien: USA und EU unterzeichnen Absichtserklärung

24.04.2026 17:48

China hat de facto ein Monopol auf seltene Erden und andere wichtige
Mineralien. Die USA wollen einen Weg aus dieser Abhängigkeit finden.
Damit sind sie nicht alleine.

Washington (dpa) - Bei ihren Bestrebungen um eine unabhängigere
Versorgung mit seltenen Erden und anderen wichtigen Mineralien wollen
die USA und die EU gemeinsam vorgehen. US-Außenminister Marco Rubio
und EU-Handelskommissar Maros Sefcovic unterzeichneten in Washington
eine Absichtserklärung über eine strategische Partnerschaft bei
kritischen Mineralien. Offiziellen Angaben nach wollen die USA und
die EU unter anderem bei der Gewinnung, Veredelung und beim Recycling
zusammenarbeiten.

«Die übermäßige Konzentration dieser Ressourcen, die Tatsache, dass

sie von ein oder zwei Orten dominiert werden, ist ein inakzeptables
Risiko», sagte Rubio. Man brauche Diversität in den Lieferketten und
den Orten, von denen man kritische Mineralien beziehe. Sefcovic
betonte, dass nun die «eigentliche Bewährungsprobe in der Umsetzung
dieses Projekts» liege.

Mit den Bemühungen um eine neue Handelsallianz für kritische
Rohstoffe wollen Brüssel und Washington ihre Abhängigkeit von Peking
reduzieren. Die Veredelung der als seltene Erden bekannten Metalle
wird zu großen Teilen von China kontrolliert. Sie sind unter anderem
für die Elektronikindustrie und die Herstellung von Elektroautos und
Magneten essenziell. Als Rohstoffe von kritischer Bedeutung gelten
unter anderem Lithium und Kobalt.

US-Vizepräsident JD Vance hatte Anfang Februar gesagt, dass in der
Handelsallianz etwa durch Zölle und Preisuntergrenzen verhindert
werden solle, dass Peking die Märkte mit Rohstoffen zum Dumpingpreis
überschwemme und so Konkurrenten unterbiete. Der «Handelsblock» solle

die US-Wirtschaft stärken und zugleich die Produktion im gesamten
Bündnisraum ausweiten.