EU-Kommissar warnt vor Belastungen im Luftverkehr

27.04.2026 15:07

Steigende Kerosinpreise, gestrichene Flüge und die Angst vor
Engpässen: Was der EU-Kommissar jetzt zur Lage sagt - und warum
Notfallreserven noch beruhigen.

Athen (dpa) - Der europäische Verkehrskommissar Apostolos
Tzitzikostas hat angesichts des Iran-Krieges und der Schließung der
Straße von Hormus vor erheblichen Belastungen für den Luftverkehr
gewarnt. «Die Lage ist nicht gut», sagte er dem griechischen
Nachrichtensender Skai.

Zwar seien aktuell ausreichend Treibstoffe verfügbar, und mehr als 80
Prozent der Flughäfen meldeten keine Engpässe. Allerdings hätten sich

die Preise mehr als verdoppelt. Dies führe dazu, dass zahlreiche
Fluggesellschaften Verbindungen einstellten, die bereits vor dem
Krieg wirtschaftlich kaum tragfähig gewesen seien. Sollte die
Sperrung andauern und keine Lösung gefunden werden, könnten nach Juni
jedoch auch Knappheiten auftreten.

Notfallreserven als Absicherung

Eine echte Knappheit in Europa sei vorerst nicht zu erwarten, betonte
Tzitzikostas und verwies auf vorhandene Notfallreserven. Die
EU-Staaten seien verpflichtet worden, ihre Bestände täglich zu
melden, um einen Überblick über die verfügbaren Reserven zu behalten.

Sollten sich nach Juni Engpässe abzeichnen, könnten diese Vorräte
gezielt freigegeben werden, fügte er hinzu.