EU unterstützt Minenräumung im Sudan

29.04.2026 13:11

In den vergangenen Monaten sind zahlreiche Binnenflüchtlinge in die
sudanesische Hauptstadt Khartum zurückgekehrt. Der Wiederaufbau wird
jedoch durch Minen und Blindgänger erschwert.

Khartum (dpa) - Beim Wiederaufbau der sudanesischen Hauptstadt
Khartum sind Landminen und nicht explodierte Munition eine große
Gefahr. «Explosive Munition stellt weiterhin eine tödliche Bedrohung
für Familien dar, die in ihre Heimat Sudan zurückkehren wollen»,
sagte Kazumi Ogawa, Direktor des Minenräumdienstes der Vereinten
Nationen, vor wenigen Tagen. Minenräumung sei zu einer entscheidenden
Voraussetzung für eine sichere Rückkehr, den Wiederaufbau und die
Wiederherstellung der Grundversorgung geworden.

Die EU-Delegation im Sudan hat Anfang der Woche die Bereitstellung
von drei Millionen Euro für Projekte im Bereich der Minenräumung
angekündigt. Das Projekt konzentriere sich insbesondere auf die
Beseitigung von Minen und Blindgängern in städtischen und stadtnahen
Gebieten, die nun wieder für Binnenvertriebene erreichbar sind, wie
etwa die Hauptstadt Khartum.

Bürgerkrieg und kein Ende in Sicht

Im seit drei Jahren andauernden Bürgerkrieg im Sudan ist zwar kein
Ende in Sicht, die Regierungstruppen haben seit dem vergangenen Jahr
aber wieder die Kontrolle in Khartum und den östlichen Landesteilen.
Der Flughafen von Khartum ist wieder geöffnet und die Ministerien und
die Regierung kehrten bereits vor Monaten aus der Hafenstadt Port
Sudan zurück nach Khartum.

In anderen Landesteilen, insbesondere in den Regionen Kordofan und
Darfur, dauern die Kämpfe an. Angesichts von mehr als 11,5 Millionen
Flüchtlingen und weit verbreitetem Hunger sprechen die Vereinten
Nationen von der größten humanitären Krise weltweit.