. Fehlerhafte Formatierung im gesamten Text entfernt.) Moskau: Selenskyj provoziert Atomkrieg, EU erstes Opfer

29.04.2026 16:58

Ein Ende des Kriegs in der Ukraine ist nicht in Sicht, selbst
Verhandlungen gibt es nicht. Moskau ergeht sich stattdessen in neuen
Beschuldigungen an Selenskyj und Drohungen an Europa.

Moskau (dpa) - Das russische Außenministerium hat dem ukrainischen
Präsidenten Wolodymyr Selenskyj das Heraufbeschwören eines Atomkriegs
vorgeworfen und Europa mit den Konsequenzen gedroht. Die Ukraine
beschieße das Atomkraftwerk Saporischschja, und Selenskyj fordere
neben dem Nato-Status auch noch Atomwaffen für seine Sicherheit,
sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. «Er provoziert
mit solchen Äußerungen weiterhin einen atomaren Konflikt.» Westeuropa

laufe Gefahr, erstes Opfer der Folgen dieser «atomaren Erpressung» zu
werden, sagte sie.

Die Europäer müssten den ukrainischen Staatschef aufhalten, statt
weiter die Kriegsanstrengungen Kiews zu finanzieren, forderte
Sacharowa. «Selenskyj will keinen Frieden, das ist offensichtlich»,
sagte sie. Selenskyj hatte zuletzt mehrfach Russland zu neuen
Verhandlungen über einen Waffenstillstand und einen anschließenden
Frieden aufgerufen. Der Kreml lehnt eine Feuerpause ohne
Vorbedingungen wie die Übergabe weiterer ukrainischer Territorien ab.

Moskau: Merz' Äußerungen sind bedeutungslos 

Sacharowa nahm auch zu Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz
Stellung, wonach die Ukraine für einen Frieden womöglich Gebiete an
Russland abtreten müsse. Weder Deutschland noch die EU seien am
Verhandlungsprozess beteiligt. «Alle Äußerungen ihrer Führung zu de
m
Thema sind für uns bedeutungslos», so Sacharowa. Es mache keinen
Sinn, auf Aussagen europäischer Politiker zu reagieren, solange der
Kontinent weiterhin die Ukraine finanziere.

Eine rhetorische Breitseite bekamen auch Bulgarien und die Türkei ab.
Und das, obwohl in Bulgarien vor kurzem der als prorussisch geltende
Rumen Radew die vorgezogene Parlamentswahl gewonnen hat und Kremlchef
Wladimir Putin zum türkischen Präsidenten Recep Erdogan
freundschaftliche Beziehungen unterhält. Beide Schwarzmeerländer
trügen als Nato-Mitglieder eine Mitschuld an den Umweltfolgen, die
durch die Angriffe Kiews auf den Ölhafen Tuapse entstanden seien,
sagte Sacharowa. Mehrere ukrainische Drohnenattacken auf ein Terminal
der Stadt haben zu schweren Bränden und einem Auslaufen von Öl ins
Schwarze Meer geführt.