EU startet riesige Freihandelszone mit Mercosur-Staaten
01.05.2026 00:01
Unternehmen in Deutschland und anderen EU-Staaten können ab sofort
die Vorteile eines neuen Freihandelsabkommens nutzen - noch vor dem
offiziellen Inkrafttreten.
Brüssel (dpa) - Die EU und die südamerikanischen Mercosur-Staaten
Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay bilden seit diesem
Freitag eine riesige neue Freihandelszone. Um Mitternacht trat ein
dafür ausgehandeltes Abkommen vorläufig in Kraft, das nach Angaben
der EU-Kommission einen Markt mit etwa 720 Millionen Menschen
schafft. Es soll durch den schrittweisen Abbau von Handelsbarrieren
und Zöllen den Austausch von Waren und Dienstleistungen ankurbeln. In
Deutschland werden langfristig etwa große Chancen für die
Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche gesehen.
«Mit dem Start des EU-Mercosur-Abkommens zum 1. Mai gewinnt der
Handel mit Südamerika für deutsche Unternehmen erheblich an Bedeutung
- obwohl er bislang nur rund ein Prozent des gesamten deutschen
Außenhandels ausmacht», kommentierte die Deutsche Industrie- und
Handelskammer (DIHK) zum Start der Freihandelszone. Eine Umfrage
zeige, dass 44 Prozent aller international tätigen Unternehmen durch
das Abkommen spürbare Auswirkungen erwarteten. «Das ist ein starkes
Signal», sagte Außenwirtschaftschef Volker Treier.
