Trump: Zölle auf Autos und Lkw aus EU steigen auf 25 Prozent

01.05.2026 18:34

Die EU und die USA haben sich im vergangenen Sommer auf ein
Rahmenabkommen für Zölle geeinigt. Doch nun eskaliert US-Präsident
Trump den Streit erneut.

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump will Zölle auf Autos und
Lastwagen, die aus der Europäischen Union in die USA eingeführt
werden, ab nächster Woche auf 25 Prozent erhöhen. In seinem Post auf
der Plattform Truth Social begründete er das mit dem Vorwurf, dass
sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte. 

Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Trump und
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem
Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten
EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch für europäische Autos und
Autoteile soll der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU,
Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für
US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu
erleichtern. 

Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit
nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle für rechtswidrig
erklärt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings
gebremst. Das Europäische Parlament gab im März bekannt, die weitere
Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen zu
wollen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für
den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden
Verordnungen zustimmen. 

Trump: Ausnahme für in den USA produzierte Fabrikate 

Autos und Lastwagen von EU-Herstellern, die in den Vereinigten
Staaten produziert werden, sind laut Trump von den Abgaben
ausgenommen. Der US-Präsident will dadurch Autobauer auf der ganzen
Welt dazu bewegen, trotz höherer Herstellungskosten mehr in den USA
zu produzieren. Derzeit befänden sich «zahlreiche» Produktionsstätt
en
im Bau, das Investitionsvolumen liege bei mehr als 100 Milliarden
US-Dollar (knapp 85,5 Mrd. Euro), schreibt er in seinem Post. 

Das Verhältnis zwischen den USA und europäischen Ländern war zuletzt

angespannt. In den vergangenen Tagen war Trump etwa Bundeskanzler
Friedrich Merz mehrfach verbal angegangen, weil dieser sich kritisch
über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte. Kurz danach
drohte er mit einem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland. Wenig
später stellte Trump entsprechende Überlegungen auch für Italien und

Spanien in Aussicht. Der US-Präsident kritisiert seit geraumer Zeit
die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung der Europäer bei seinem
Krieg gegen den Iran.