Salzgitter darf Hüttenwerke Krupp Mannesmann übernehmen

04.05.2026 14:00

Grünes Licht aus Brüssel: In Duisburg soll weiterhin Stahl gekocht
werden - nur ändert sich die Führung von HKM. Die geplante Übernahme

hat auch für die Beschäftigten Folgen.

Brüssel (dpa) - Salzgitter Mannesmann darf nach einer Entscheidung
der EU-Kommission die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg
vollständig übernehmen. Angesichts der begrenzten Auswirkungen auf
die Marktstruktur werfe die Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen
Bedenken auf, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Der Stahlkonzern Salzgitter hatte sich im Februar mit Thyssenkrupp
Steel auf den Kauf der bislang von Thyssenkrupp gehaltenen Anteile
(50 Prozent) geeinigt. Salzgitter hielt zuvor bereits 30 Prozent an
dem Gemeinschaftsunternehmen. Der dritte Gesellschafter Vallourec
hatte sich damals schon zustimmend geäußert. 

Mit der Übernahme will Salzgitter das Duisburger Werk in seinen
Konzernumbau hin zur CO2-armen Stahlerzeugung einbinden. Dafür sollen
zwei Hochöfen stillgelegt und durch einen Elektrolichtbogenofen
ersetzt werden. Salzgitter plant zudem, die Belegschaft von 3.000 auf
rund 1.000 Beschäftigte zu verkleinern.