Weber will über US-Zolldeal im EU-Parlament abstimmen lassen

04.05.2026 17:16

US-Präsident Trump hat wieder einmal höhere Zölle auf Fahrzeuge aus
Europa angekündigt. Der Chef der Europäischen Volkspartei appelliert
an die Sozialdemokraten.

Berlin (dpa) - EVP-Chef Manfred Weber fordert eine schnelle
Bestätigung des europäischen Zollabkommens mit den USA. Er selbst
habe die Vereinbarung begrüßt, doch die Sozialdemokraten zögerten,
sagte der CSU-Europapolitiker beim Wirtschaftstag des
CDU-Wirtschaftsrats in Berlin. Gebe es jetzt kein klares Signal der
Sozialdemokraten, werde er das Abkommen in der nächsten Plenarsitzung
des Europaparlaments zur Abstimmung stellen. Dann wolle er «Butter
bei die Fische» sehen, sagte Weber.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte sich im August
2025 mit US-Präsident Donald Trump auf ein Rahmenabkommen geeinigt.
Demnach soll eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten
EU-Warenexporte in die USA gelten. Das Abkommen wurde aber wegen
Unklarheiten bei der US-Zollpolitik zunächst nicht vom EU-Parlament
ratifiziert. Am Freitag hatte Trump angekündigt, Zölle auf Autos und
Lastwagen aus der EU auf 25 Prozent zu erhöhen. Er begründete das
damit, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen
halte.