Von der Leyen zu Trumps Zoll-Drohung: Abkommen ist Abkommen

05.05.2026 11:38

US-Präsident Donald Trump droht Brüssel erneut mit Zollerhöhungen -
die vor allem Deutschland treffen würden. Die
EU-Kommissionspräsidentin findet klare Worte.

Eriwan (dpa) - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mahnt
die USA zur Einhaltung des im vergangenen Sommer geschlossenen
Zoll-Deals. «Ein Abkommen ist ein Abkommen, und wir haben ein
Abkommen», sagte von der Leyen während eines Besuchs in der
armenischen Hauptstadt Eriwan. Man sei auf jedes Szenario
vorbereitet, ergänzte sie.

Von der Leyen sagte weiter, derzeit werde das Abkommen auf beiden
Seiten umgesetzt, dabei würden die unterschiedlichen demokratischen
Prozesse respektiert. «Auf Seiten der Europäischen Union befinden wir
uns in der Schlussphase der Umsetzung der verbleibenden
Zollverpflichtungen.» Gleichzeitig hätten die USA Verpflichtungen,
bei denen beispielsweise die Angleichung an die vereinbarte
Obergrenze noch ausstehe. 

Im Sommer 2025 hatten sich von der Leyen und US-Präsident Donald
Trump darauf verständigt, dass für die meisten EU-Importe in die USA
ein Zoll von maximal 15 Prozent nicht überschritten werden soll.

Vergangene Woche hatte Trump angekündigt, er wolle Zölle auf Autos
und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingeführt werden, von 15
auf 25 Prozent erhöhen. Er begründete das mit dem Vorwurf, die EU
halte sich nicht an das vereinbarte Handelsabkommen. Die
Zollerhöhungen würden vor allem Deutschland treffen.