EU und Armenien wollen Beziehungen vertiefen
05.05.2026 13:21
Armenien strebt in die EU und die Staatengemeinschaft möchte die
Ex-Sowjetrepublik im Kaukasus enger an sich binden: Bei einem ersten
Gipfeltreffen werden Pläne festgehalten.
Eriwan (dpa) - Die EU und die Ex-Sowjetrepublik Armenien wollen
künftig enger zusammenarbeiten. Im Fokus sollen dabei vor allem
Sicherheit und Verteidigung sowie Projekte in den Bereichen Energie,
Verkehr und Digitales stehen, wie es nach einem Gipfeltreffen von
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident
António Costa und Premierminister Nikol Paschinjan in der Hauptstadt
Eriwan hieß.
Die Südkaukasusrepublik Armenien grenzt an die Türkei, Georgien, den
Iran sowie Aserbaidschan und strebt seit einiger Zeit in Richtung EU.
Früher war sie enger Bündnispartner Moskaus. Die EU ist ein wichtiger
Partner Armeniens, etwa für Handel und Investitionen, schon seit 2021
ist ein Partnerschaftsabkommen in Kraft. Die EU hat ein
geostrategisches Interesse, Länder wie Armenien an sich zu binden.
Zwar schwindet Russlands Einfluss im Südkaukasus, aber auch die USA
unter Präsident Donald Trump treiben Initiativen voran.
Bestimmte Bereiche im Fokus
Der erste EU-Armenien-Gipfel habe die Partnerschaft auf eine neue
Ebene gehoben sowie eine klare Richtung und Agenda für die kommenden
Jahre festgelegt, sagte von der Leyen nach dem Treffen in Eriwan. «Im
Mittelpunkt steht unser gemeinsames Engagement für Frieden und
Stabilität in der Region.» Außerdem sei die wirtschaftliche
Entwicklung des Landes ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit.
Außerdem vereinbarten die EU-Grenzschutzagentur Frontex und das
armenische Innenministerium eine engere Kooperation im Grenz- und
Migrationsmanagement.
