Neue Milliarden aus EU-Topf fließen nach Deutschland

05.05.2026 14:01

Weil Deutschland geliefert hat, können Milliarden aus Brüssel in
bestimmte Projekte in Deutschland fließen. Weitere Milliarden sind
noch zu holen.

Brüssel (dpa) - Deutschland hat weitere 4,6 Milliarden Euro aus dem
in der Corona-Krise geschaffenen Fördermittelprogramm der EU
erhalten. Das Geld soll unter anderem in Elektromobilität,
Gebäudesanierung, Wasserstoff-Forschung und eine digitalere
Verwaltung fließen, wie die EU-Kommission mitteilte. Konkret geht es
etwa um die Unterstützung beim Kauf von Elektrofahrzeugen sowie den
Ausbau des Ladesäulen-Netzes.

Der sogenannte Corona-Aufbaufonds war 2021 geschaffen worden, um die
wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie zu bewältigen. Um die
Hilfen zu erhalten, müssen Mitgliedsstaaten einen Plan mit konkreten
Investitions- und Reformvorhaben vorlegen. Insgesamt stehen
Deutschland rund 30 Milliarden Euro an Zuschüssen aus dem Fördertopf
zu. 80 Prozent davon sind Kommissionsangaben zufolge nun ausgezahlt.

Die Gelder sind leistungsabhängig und sollen erst dann gezahlt
werden, wenn zugesagte Etappenziele und Zielwerte bei der Umsetzung
von geplanten Reformen und Investitionen erreicht wurden. Da die
Förderung Ende des Jahres ausläuft, müssen die Mitgliedstaaten alle
noch offenen Etappenziele bis zum 31. August umsetzen und bis Ende
September Geld beantragen.