EU setzt auf schnellen Kompromiss bei US-Autozöllen
06.05.2026 10:49
Trump will Autozölle auf EU-Fahrzeuge deutlich anheben.
EU-Handelskommissar Sefcovic zeigt sich nach Gesprächen mit den USA
dennoch zuversichtlich für eine Lösung. Auch Berlin ist optimistisch.
Paris (dpa) - Im Ringen um eine Abwehr erhöhter US-Autozölle hat sich
EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach Beratungen mit dem
US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer zuversichtlich geäußert. Beide
Seiten müssten das im Sommer 2025 vereinbarte Zollabkommen zwischen
der Europäischen Union und den USA umsetzen, sagte Sefcovic vor Start
eines Treffens der Handelsminister der Gruppe der führenden
westlichen Industriestaaten (G7) in Paris. Es gehe nun um eine
schnelle Bestätigung des europäischen Zollabkommens mit den USA im
EU-Parlament. Dabei setze er auf schnellen Fortschritt, sagte
Sefcovic.
Vergangene Woche hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, er
wolle Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA
eingeführt werden, von 15 auf 25 Prozent erhöhen. Er begründete das
mit dem Vorwurf, die EU halte sich nicht an das vereinbarte
Handelsabkommen. Die Zollerhöhungen würden vor allem Deutschland
treffen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte am Rande des
G7-Treffens in Paris, sie hoffe auf eine Verständigung mit den USA zu
den angedrohten Autozöllen. Sie habe dazu selber mit dem
US-Handelsbeauftragten Greer und US-Handelsminister Howard Lutnick
beraten. «Und ich bin guter Hoffnung, dass wir auch diese
Herausforderung gut miteinander gelöst bekommen», so Reiche.
