EU-Ratspräsident: Europa wird mit Russland reden müssen

09.05.2026 15:26

EU-Ratspräsident Costa betont am Europatag die grundsätzliche
Bereitschaft zu Gesprächen mit Russland. Einen Alleingang soll es
dabei allerdings nicht geben.

Brüssel (dpa) - EU-Ratspräsident António Costa hat am Europatag die
grundsätzliche Offenheit der EU für Gespräche mit Russland
bekräftigt. Man sei bereit, sich an Friedensverhandlungen zu
beteiligen, um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine
zu erreichen, sagte er in Brüssel. Im richtigen Moment werde man
natürlich Gespräche mit Russland führen müssen, um gemeinsame
Sicherheitsfragen zu besprechen. Zugleich machte Costa deutlich, dass
es keine Alleingänge der EU geben soll. Man wolle die
Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump nicht stören,
betonte er.

Kurz vor dem Auftritt in Brüssel hatte Costa am Samstagvormittag mit
dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. In
sozialen Netzwerken schrieb Costa zu dem Austausch: «Die Zukunft der
Ukraine liegt in der Europäischen Union. Wir freuen uns darauf, die
nächsten Schritte in ihrem Beitrittsprozess so bald wie möglich zu
gehen.»