Deutschland darf Millionen in Halbleiter-Fabriken stecken
20.05.2026 15:03
Die EU-Kommission gibt grünes Licht für die Unterstützung zweier
Hightech-Bauprojekte. Was Zeiss und Zadient in Baden-Württemberg und
Sachsen-Anhalt planen.
Brüssel (dpa) - Deutschland darf den Aufbau von zwei Fabriken in der
Halbleiter-Lieferkette in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt mit
fast 300 Millionen Euro unterstützen. Die EU-Kommission in Brüssel
genehmigte die Beihilfe für Vorhaben der Unternehmen Zeiss in
Oberkochen und Zadient in Bitterfeld, wie aus einer Mitteilung der
Behörde hervorgeht.
222 Millionen Euro erhält demnach Zeiss für eine neue
Produktionsstätte am nordöstlichen Rand der Schwäbischen Alb, in der
Maschinen für die Chip-Produktion gebaut werden sollen.
66 Millionen Euro gehen an ein Projekt der Firma Zadient: In
Bitterfeld soll mittels eines neuen Verfahrens ultrareines
Siliziumkarbid (SiC) für Chips produziert werden. Die EU-Kommission
erwartet von dem neuen Verfahren eine hohe Materialqualität,
Energieeffizienz und langfristige Kosteneffizienz. Sie sieht in
beiden Projekten einen wichtigen Betrag dazu, die Position und die
Autonomie der EU im Bereich der Halbleiter-Wertschöpfungskette zu
stärken.
Staatshilfe unterliegt in der EU strengen Regeln, um
Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden. So soll verhindert werden, dass
finanzstarke Länder wie Deutschland und Frankreich ihren Unternehmen
unverhältnismäßige Vorteile gegenüber Unternehmen aus kleineren
Ländern verschaffen.
