Schulze zu Gesprächen mit EU-Spitze in Brüssel erwartet
02.06.2026 15:16
Chemieindustrie, Agrarpolitik und Migration: Ministerpräsident
Schulze sucht in Brüssel das Gespräch mit der EU-Spitze. Was
Sachsen-Anhalt von dem Besuch erwartet.
Magdeburg/Brüssel (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven
Schulze (CDU) will bei Gesprächen mit führenden Vertretern der
Europäischen Union für die Interessen des Landes werben. Am Mittwoch
soll Schulze in Brüssel unter anderem EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen, die Präsidentin des Europäischen Parlaments
Roberta Metsola sowie EU-Innenkommissar Magnus Brunner treffen. Das
teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit.
Wettbewerbsfähigkeit und Industrie im Fokus
Im Mittelpunkt der Gespräche sollen die Wettbewerbsfähigkeit der
europäischen Wirtschaft, die künftige Agrarpolitik, Energiefragen,
Bürokratieabbau und die europäische Migrationspolitik stehen. Mit von
der Leyen will Schulze unter anderem über die künftigen EU-Finanzen,
die Energiepolitik sowie die Zukunft von Industrie und Landwirtschaft
sprechen. Dabei sollen auch die Interessen der für Sachsen-Anhalt
wichtigen Chemie- und Grundstoffindustrie zur Sprache kommen.
Gespräche zu Migration und Fachkräften
Mit Metsola will der Ministerpräsident über Wettbewerbsfähigkeit,
Bürokratieabbau und aktuelle Gesetzgebungsvorhaben des Europäischen
Parlaments beraten. Im Gespräch mit Brunner stehen nach Angaben der
Staatskanzlei die europäische Migrationspolitik, der Schutz der
EU-Außengrenzen, die Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen
Asylsystems sowie die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte im Fokus.
Sommerfest der Landesvertretung als Abschluss
Den Abschluss des Besuchs bildet das Sommerfest der Vertretung
Sachsen-Anhalts bei der Europäischen Union. Dort präsentiert sich die
Stadt Halle (Saale) als Partner des diesjährigen Empfangs. Erwartet
werden mehrere hundert Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft
und Kultur. Nach Angaben der Staatskanzlei will von der Leyen die
Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen.
