EU genehmigt Finanzhilfen für Flughafen Erfurt

04.06.2026 14:22

Nach dem Einbruch während der Corona-Pandemie steigen die
Passagierzahlen am Erfurter Airport wieder. Trotzdem muss das Land
Geld zuschießen. Was die EU dazu sagt.

Brüssel/Erfurt (dpa/th) - Der Flughafen in Erfurt kann staatliche
Beihilfen in Höhe von sechs Millionen Euro erhalten. Die
EU-Kommission genehmigte nach eigenen Angaben die staatliche
Finanzhilfe für Thüringens einzigen internationalen Flughafen. Er
erhält bisher jährlich einen Betrag aus der Landeskasse, um die
Kosten zu decken. Dieser Betrag soll nach Angaben der Landesregierung
mit steigenden Passagierzahlen und Flugverbindungen zurückgefahren
werden. 

In der Genehmigung der EU-Kommission ist von rund 314.000 Passagieren
die Rede. Der Flughafen habe bereits zwischen 2015 und 2024
Betriebsbeihilfen in Höhe von 11,6 Millionen Euro erhalten, heißt es
darin. Im Dezember 2025 habe Deutschland der Kommission die Absicht
gemeldet, bis April 2027 weitere Beihilfen zu gewähren. 

Ziel soll sein, dass der Flughafen seine Betriebskosten ab April 2027
vollständig deckt. Die Flughafengesellschaft hat für dieses Jahr bis
zu 300.000 Passagiere prognostiziert. Mehrheitsgesellschafter des
Flughafens ist das Land Thüringen.

Verbindungen vor allem nach Mallorca, Antalya und Hurghada

Gelitten hat der Flughafen in den vergangenen Jahren durch die
Insolvenzen der Fluggesellschaften Air Berlin und Germania, die viele
Verbindungen angeboten hatten sowie die Einschränkungen während der
Corona-Pandemie. Seitdem steigen die Passagierzahlen wieder
kontinuierlich an. 

Im Sommerflugplan werden vor allem Charterverbindungen auf die
Baleareninsel Mallorca sowie nach Antalya in der Türkei und das
ägyptische Hurghada geflogen. Ab September gehören nach Angaben der
Flughafengesellschaft zudem die griechischen Inseln Rhodos und Kreta
zum Programm.