BSW-Europaabgeordnete reisen nach Moskau
07.06.2026 14:30
Eine Reise von AfD-Politikern nach Russland sorgte in dieser Woche
für Aufsehen. Nun reisen erneut Abgeordnete des BSW in das Land.
Berlin (dpa) - Die BSW-Europaabgeordneten Ruth Firmenich und Michael
von der Schulenburg sind erneut nach Moskau gereist. Geplant seien
Treffen mit Vertretern des Präsidialamts und der Duma sowie
zivilgesellschaftlichen Akteuren, teilten sie in einer gemeinsamen
Erklärung mit. «Mit unserer Reise wollen wir den Gesprächskontakt
fortführen, den wir im vergangenen Jahr bei unserem Besuch aus Anlass
des 80. Jahrestages des Sieges über Nazideutschland begonnen haben.»
Dazu habe das Europainstitut der russischen Akademie der
Wissenschaften eingeladen.
Es gehe ihnen darum, ein Signal gegen die Sprachlosigkeit setzen, die
die Beziehungen der EU mit Russland bestimme und die aus ihrer Sicht
äußerst gefährlich sei. «Wir halten es für dringend notwendig, ne
ue
zivilgesellschaftliche Gesprächsformate mit Russland zu etablieren
statt auf immer weitere Eskalation und einen Wirtschaftskrieg zu
setzen, der vor allem der EU und Deutschland schadet», teilten die
Politiker der von Sahra Wagenknecht gegründeten Partei mit.
Auch AfD-Abgeordnete waren in Moskau
Schon im vergangenen Mai waren die beiden Abgeordneten in die
russische Hauptstadt gereist, um an den Feierlichkeiten zum 80.
Jahrestag des Kriegsendes 1945 teilzunehmen. Wie Firmenich im
November bestätigte, half bei der Organisation der Reise ein
prorussischer Geschäftsmann, den die USA und die EU wegen
Kremlpropaganda auf Sanktionslisten gesetzt haben.
Zuletzt hatte die AfD wieder mit einer Russland-Reise von
Abgeordneten Schlagzeilen gemacht. Die Politiker reisten zum
Wirtschaftsforum nach Sankt Petersburg. Altkanzler Gerhard Schröder
(SPD) flog ebenfalls unlängst nach Russland. Er traf sich in dieser
Woche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Russland zu
einem Vieraugengespräch.
