EU verschärft Sanktionen gegen Iran wegen Straße von Hormus
08.06.2026 14:08
Wegen Behinderungen des Schiffsverkehrs verschärft die EU ihre
Maßnahmen gegen den Iran. Betroffen sind auch Verantwortliche, denen
Drohungen vorgeworfen werden.
Brüssel (dpa) - Die EU hat wegen der weitgehenden Blockade der Straße
von Hormus ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft. Wie der Rat der
Mitgliedstaaten mitteilte, ist das Provinzkommando Hormusgan der
Marine der Revolutionsgarden betroffen. Zudem wurden auch ein
stellvertretender Befehlshaber der Revolutionsgarden sowie der
Sprecher des iranischen Verbands der Exporteure von Öl, Gas und
petrochemischen Erzeugnissen mit Strafmaßnahmen belegt.
In dem Sanktionsbeschluss heißt es, das Provinzkommando Hormusgan
lege fest, welche Schiffe die Straße von Hormus durchqueren dürften,
mitunter gegen Entrichtung einer Mautgebühr. Es unterstütze damit
Handlungen und politische Maßnahmen des Irans, die die Freiheit der
Schifffahrt im Nahen Osten untergrüben.
Dem Verbandssprecher Hamid Hosseini und dem
Revolutionsgarden-Mitglied Mohammad Akbarzadeh wird ebenfalls eine
Mitwirkung an dem Blockade- und Mautsystem vorgeworfen. Akbarzadeh
wird von der EU als Sprecher der Marine-Einheit bezeichnet, der in
seiner Funktion Raketen- oder Drohnenangriffe gegen Schiffe angedroht
habe.
Der Sanktionsbeschluss hat zur Folge, dass in der EU Vermögenswerte
eingefroren werden müssen. Für Personen gelten zusätzlich ein
EU-Einreise- und Durchreiseverbot. Die Marine der Islamischen
Revolutionsgarden (IRGCN) war bereits vor diesem Montag mit
EU-Sanktionen belegt.
