EU-Kommission will Inseln und Küstenregionen stärken
10.06.2026 15:19
Korfu, Mallorca, Sizilien: Beliebte Urlaubsziele wie Inseln und
Küstenregionen sind oftmals besonders anfällig für den Klimawandel
und wirtschaftlich abhängig vom Tourismus. Die EU will unterstützen.
Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will Europas Inseln und
Küstenregionen stärken. Unter anderem sollen lokale Wirtschaften
diversifiziert werden, denn bislang bestehen große Abhängigkeiten
dieser Regionen vom Tourismus, wie die Kommission mitteilte. Außerdem
soll der Umweltschutz in den Gebieten gefördert werden. Sie stünden
an vorderster Front im Kampf gegen den Klimawandel, den Verlust der
maritimen Artenvielfalt sowie die Meeresverschmutzung. Diese Faktoren
beeinträchtigten ihre langfristige Widerstandsfähigkeit und ihr
Wirtschaftswachstum.
Zu den Herausforderungen dieser Regionen gehören laut Kommission
darüber hinaus etwa Klimaanfälligkeiten wie Wasserknappheit,
abnehmende Bevölkerungszahlen sowie geografische Isolation und damit
einhergehend hohe Transport- und Reisekosten.
Weit entfernte Inseln und Küstenregionen nicht inbegriffen
Die Kommission stellte nun erstmals Strategien für die 17 Millionen
Menschen, die auf über 4.000 Inseln in 16 EU-Mitgliedsstaaten, sowie
96 Millionen Menschen, die entlang der Küsten und Küstengebiete in 22
EU-Mitgliedstaaten leben, vor.
Für Inseln und Küstenregionen «in äußerster Randlage der EU» so
llen
die Vorschläge nicht greifen. Dazu zählen beispielsweise die
kanarischen Inseln, die Azoren oder Französisch-Guayana. Sie sind
Gegenstand einer separaten Strategie, die im Verlauf des Jahres
vorgestellt werden soll.
