Bitterfeld profitiert von EU-Chipförderung
10.06.2026 13:33
66 Millionen Euro sollen den Ausbau der Halbleiterproduktion in
Bitterfeld-Wolfen voranbringen. Ein beteiligtes Unternehmen sieht
darin Rückenwind für den Standort.
Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) - Nach der Genehmigung von 66 Millionen
Euro staatlicher Förderung für ein Halbleiterprojekt in
Bitterfeld-Wolfen sieht das beteiligte Unternehmen einen wichtigen
Schritt für den Industriestandort. Die Silicon Products Bitterfeld
GmbH, die nach eigenen Angaben zu den Mitgründern von Zadient gehört,
begrüßte die Entscheidung der Europäischen Kommission und sprach von
einem wichtigen Signal für die Weiterentwicklung der
Halbleiterproduktion in Sachsen-Anhalt.
Die Förderung ist für das Unternehmen Zadient vorgesehen. Mit dem
Geld soll die Produktion von hochreinem Siliziumkarbid (SiC) in
Bitterfeld-Wolfen ausgebaut werden. Das Material wird für Halbleiter
und Leistungselektronik benötigt, etwa in Elektrofahrzeugen und
Industrieanlagen.
Wichtiger Rohstoff für moderne Chips
Nach Angaben von Zadient soll die Förderung den Erwerb eines
ehemaligen Polysiliziumwerks in Bitterfeld-Wolfen sowie dessen Umbau
und Erweiterung zu einem Produktionsstandort für hochreines
Siliziumkarbid ermöglichen. Geplant seien zusätzliche
Produktionslinien und neue Kapazitäten.
Standort in Bitterfeld-Wolfen soll wachsen
Die Silicon Products Bitterfeld GmbH erklärte, die Erweiterung werde
zusätzliche Industriearbeitsplätze schaffen und regionale
Zulieferstrukturen stärken. Konkrete Angaben machte das Unternehmen
nicht.
Die Europäische Kommission hatte die Förderung für Zadient Ende Mai
genehmigt. Sie sieht in dem Vorhaben einen Beitrag zur Stärkung der
europäischen Halbleiter-Wertschöpfungskette.
