«Genugtuung»: Seehofer fühlt sich bei Asylkurs bestätigt

12.06.2026 04:00

«Ich wurde scharf angegriffen», sagt Seehofer über seine Asylpolitik.

Wie sich seine Ideen nun doch durchsetzen und was das mit der neuen
EU-Lösung zu tun hat.

Augsburg (dpa) - Horst Seehofer (CSU) sieht in der Verschärfung des
Asylsystems der EU eine Bestätigung seines früheren Kurses als
Bundesinnenminister. In der «Augsburger Allgemeinen» nennt er konkret
seinen Kampf für Binnengrenzkontrollen bis zu einer europäischen
Lösung der Asylpolitik. «Ich bin für meinen Vorschlag damals in der
Tat scharf angegriffen worden», sagte der 76-Jährige dem Blatt. «Aber

in der Politik ist es oft so, dass die richtige Idee sich erst
durchsetzen muss. Insofern fühle ich jetzt schon ein wenig
Genugtuung.» 

Nach 10 Jahren als bayerischer Ministerpräsident übernahm Seehofer
2018 das Bundesinnenministerium. Er habe im Bundestag in Anwesenheit
von Bundeskanzlerin Angela Merkel oft gesagt, «dass die endgültige
Lösung der Migration an den europäischen Außengrenzen erfolgen muss,

mit einer gerechten Verteilung innerhalb der EU», sagte Seehofer. Bis
das aber Realität sei, müssten Kontrollen an den Binnengrenzen
möglich sein, mit der Möglichkeit der Zurückweisung.