Dobrindt hofft auf Vereinbarung zu «Return Hub» bis Jahresende

12.06.2026 09:51

Rückführungen abgelehnter Asylbewerber ohne Kooperation der
Herkunftsländer bleiben schwierig. Der Innenminister setzt auf
Zentren außerhalb der EU - und nennt einen Zeithorizont.

Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erwartet bis
Jahresende eine erste Vereinbarung mit einem Nicht-EU-Land über
sogenannte Return Hubs, in die abzuschiebende Migranten gebracht
werden sollen. Er gehe «davon aus, dass wir bis zum Ende dieses
Jahres eine Vereinbarung auch haben, die wir dann umsetzen können»,
sagte der CSU-Politiker im ZDF-«Morgenmagazin». Danach müsse der Hub

erst noch aufgebaut werden: «Auch das dauert noch.»

Return Hubs sollen Migranten aufnehmen, die zwar kein Bleiberecht
besitzen, aber nicht abgeschoben werden können, weil ihre
Heimatländer nicht kooperieren. Die Zentren sollen außerhalb der EU
entstehen. Die rechtliche Grundlage dafür ist mit der heute in Kraft
getretenen EU-Asylreform (Geas) geschaffen. Bis ein solches Zentrum
tatsächlich in Betrieb gehen könne, vergehe nach einer Einigung
jedoch noch erhebliche Zeit, sagte Dobrindt.

Deutschland verhandle gemeinsam mit einer Gruppe europäischer Länder
über entsprechende Abkommen. Welche Staaten konkret infrage kommen,
sagte der Minister nicht.