China dementiert Vorwürfe zu Ausbildung russischer Ukraine-Kämpfer
16.06.2026 10:20
Russland gehört zu Chinas engsten diplomatischen Partnern. Aus
Brüssel kommen Vorwürfe, Peking helfe Moskau beim Soldaten-Training
für die Ukraine. Die Volksrepublik reagiert.
Peking (dpa) - China hat Aussagen der EU-Außenbeauftragten Kaja
Kallas dementiert, wonach die Volksrepublik russische Soldaten für
den Ukraine-Krieg ausgebildet haben soll. «Diese Behauptungen
entbehren jeder faktischen Grundlage», sagte Außenamtssprecher Lin
Jian in Peking. Die Aussagen seien reine Verleumdung und
Anschwärzung, erklärte er weiter.
Kallas hatte am Montag bei einem EU-Außenministertreffen in Luxemburg
gesagt, die EU habe Berichte verifiziert, wonach das chinesische
Militär russische Militärangehörige für den Kampf in der Ukraine
ausgebildet habe. Man prüfe nun sorgfältig die möglichen
Auswirkungen.
Ein EU-Beamter erklärte, es habe diese Trainingsaktivitäten an
mehreren Orten in China gegeben und es seien mehrere Hundert
russische Soldaten ausgebildet worden. Einige von ihnen seien später
im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt worden.
China verurteilte Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine bislang
nicht und gibt Moskau durch seine Haltung Rückendeckung. Der
Volksrepublik wurde außerdem immer wieder vorgeworfen, die russische
Militärindustrie durch die Lieferung wichtiger Güter, die für zivile,
aber auch militärische Zwecke einsetzbar sind, zu unterstützen.
