Drei Spitzenforscher aus Sachsen bekommen Millionenförderung
23.06.2026 13:52
Für ihre Forschung zu Zellkernen, Chemikalien im Körper und
Klimaeffekten von Explosionen im All erhalten drei Wissenschaftler
aus dem Freistaat eine Auszeichnung.
Dresden (dpa/sn) - Jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro bekommen drei
sächsische Spitzenforscher von einem Förderprogramm der EU für
Wissenschaftspioniere. In der jüngsten Auswahlrunde der «Advanced
Grants», einem Forschungspreis des Europäischen Forschungsrats (ERC),
haben sich zwei Wissenschaftler aus Dresden und eine Forscherin aus
Leipzig mit ihren Projekten durchgesetzt, wie das
Wissenschaftsministerium mitteilte.
Gemkow: «Enorme Leistung»
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) beglückwünschte die
Preisträger. «Es ist eine enorme Leistung, eine der anspruchsvollsten
Forschungsförderungen der EU einzuwerben.» Die Auszeichnung sei auch
ein bedeutender Gewinn für den Forschungsstandort Sachsen.
Fördergelder erhalten demnach folgende Projekte:
* Stephan Grill vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie
und Genetik in Dresden erforscht die Steuerung von DNA-Sequenzen des
Strukturbildungsprozesses von Zellkernen. Diese Steuerung hat
weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung und
Krankheitsentstehung.
* Beate Escher vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig
untersucht, wie sich Gemische aus Chemikalien, die sich im Laufe des
Lebens im menschlichen Körper ansammeln, auf Zivilisationskrankheiten
wie Krebs oder Immunerkrankungen auswirken.
* Anton Wallner vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf analysiert
anhand von Proben vom Mond, vom Tiefseeboden und aus Eisbohrkernen
den Einfluss von Millionen Jahre alten Explosionen im Weltall auf das
Erdklima.
