Sachsen und Tschechien fördern 13 neue Projekte mit EU-Geld
28.06.2026 12:12
Wasserstoff, Grundwasserschutz oder Umweltbildung: Sachsen und
Tschechien fördern neue gemeinsame Vorhaben. Die EU stellt dafür rund
elf Millionen Euro bereit.
Chemnitz (dpa/sn) - Sachsen und Tschechien wollen 13 neue
grenzüberschreitende Projekte mit insgesamt rund 11 Millionen Euro
aus EU-Mitteln fördern. Das beschloss der Begleitausschuss des
Interreg-Programms Sachsen-Tschechien in Chemnitz, wie das
Infrastrukturministerium mitteilte. Die Vorhaben reichen von
Wasserstofftechnologie über Grundwasserschutz bis hin zu
Umweltbildung und Katastrophenschutz.
Förderung für Wasserstoff und Grundwasserschutz
Unter anderem soll das Projekt «ReH2gion» die Wasserstoffwirtschaft
im Grenzraum stärken. In Chemnitz und im tschechischen Ústí nad Labem
entstehen dafür zwei miteinander vernetzte Wasserstoff-Zentren als
Anlaufstellen für Unternehmen, Forschung und Verwaltung.
Ein weiteres Projekt unter Leitung der TU Bergakademie Freiberg
untersucht gemeinsam mit tschechischen Partnern geologische
Strukturen und Grundwasserverhältnisse im Osterzgebirge. Die
Ergebnisse sollen unter anderem helfen, Auswirkungen großer
Infrastruktur- oder Bergbauvorhaben auf die Trinkwasserversorgung
frühzeitig einzuschätzen.
Ministerin wirbt für Fortsetzung des Programms
«In den sächsischen Grenzregionen wird der europäische Gedanke von
zahlreichen Menschen jeden Tag gelebt», erklärte
Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU). Um diese
Zusammenarbeit fortsetzen zu können, seien auch künftig starke
Programme wie Interreg und ausreichend regionaler
Gestaltungsspielraum in der europäischen Förderpolitik nötig.
122 Projekte bereits unterstützt
Nach Angaben des Ministeriums wurden seit Beginn der Förderperiode
2021 bis 2027 bereits 122 Projekte mit rund 133 Millionen Euro aus
dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.
Für das gesamte Programm stehen rund 190 Millionen Euro zur
Verfügung.
