Katastrophen/EU/Erdbeben/Venezuela/Europa/Dänemark/Südamerika/Brüssel / 50 Tonnen Hilfsmittel für Venezuela aus der EU
29.06.2026 14:23
Nach den schweren Erdbeben bleibt die humanitäre Lage in Venezuela
prekär. Aus der EU sind bereits Einsatzkräfte vor Ort. Nun soll
weitere Unterstützung geschickt werden.
Brüssel/Caracas (dpa) - Nach den schweren Erdbeben in Venezuela will
die EU über eine humanitäre Luftbrücke insgesamt 50 Tonnen an
Hilfsgütern schicken. Von Kopenhagen aus soll Anfang der Woche unter
anderem Material für Notunterkünfte, Wasser- und Sanitäranlagen und
Lehrmittel in die betroffenen Gebiete geflogen werden, wie die
EU-Kommission mitteilte.
Auch finanzielle Unterstützung kündigte die EU an: Fünf Millionen
Euro für humanitäre Hilfe in den Kommunen, die am stärksten betroffen
sind. Die Hilfe solle vor allem für medizinische Versorgung und
Unterbringung verwendet werden.
Laut Kommission haben sich insgesamt bisher 14 EU-Länder mit
Rettungskräften, medizinischem Personal, Telekommunikationsmitteln
oder technischer Expertise beteiligt. Unter anderem sind
Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aus Deutschland vor Ort.
Außerdem stellt die EU Geodaten des Copernicus Satellitensystems zur
Verfügung, die Rettungskräfte in Form von Karten für ihre Einsätze
nutzen könnten.
Katastrophale humanitäre Lage
Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten vergangene Woche den
Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert. Offiziell liegt die
Zahl der Todesopfer bislang bei 1.450, wie der Präsident der
Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, am Sonntag mitteilte. Rund
3.200 Menschen sind demnach verletzt worden. Es gibt Hinweise darauf,
dass mehrere zehntausend Menschen vermisst werden. Mehr als 70.000
Familien sind nach der Katastrophe auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Zahlreiche Menschen schlafen im Freien oder in Notunterkünften.
