Inflationsrate in Eurozone sinkt auf 2,8 Prozent
17.07.2026 16:58
Nach einem Anstieg im Frühjahr schwächt sich die Inflation wieder ab.
Die EZB hält vorerst am derzeitigen Leitzins fest.
Luxemburg (dpa) - Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni
abgeschwächt. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 2,8
Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach
einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung
wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Im Mai hatte die
Inflationsrate bei 3,2 Prozent gelegen.
Die Europäischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine
Jahresteuerung von zwei Prozent an. Die EZB dürfte daher laut
Ökonomen im weiteren Jahresverlauf die Leitzinsen nochmals anheben.
Auf der Sitzung am kommenden Donnerstag wird allerdings eine
Bestätigung des Leitzinses erwartet.
Die Auswirkungen des Iran-Kriegs hatten die Inflation in den
vorangegangenen Monaten deutlich nach oben getrieben. So hatte im
Februar die Inflationsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen. Im Juni
schwächte sich der Anstieg der Energiepreise auf 8,5 Prozent ab. Im
Vormonat hatte der Anstieg noch bei 10,8 Prozent gelegen. Allerdings
haben die Ölpreise im Juli wieder angezogen.
