Selenskyj: Firmen in Europa arbeiten für Russland
01.07.2026 16:54
Der ukrainische Präsident ruft die EU zu weiteren Sanktionen auf.
Nicht zufällig dürfte er das Thema in der irischen Hauptstadt Dublin
ansprechen.
Dublin (dpa) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine
Einladung zum Start der irischen EU-Ratspräsidentschaft für scharfe
Kritik an Geschäftsmöglichkeiten russischer Oligarchen in Europa
genutzt.
Es gebe Firmen in europäischen Ländern, «deren einziger Zweck es ist,
für Russland zu arbeiten», sagte der ukrainische Staatschef bei einer
Rede in Dublin. Diese seien im Besitz oder praktisch unter der
Kontrolle sanktionierter russischer Oligarchen. «Sie versorgen den
Aggressor weiterhin mit essenziellen Materialien, sogar jetzt», so
Selenskyj weiter. Er rief die EU dazu auf, die Sanktionen gegen
Russland entsprechend zu erweitern.
In Irland hatte zuletzt der Export von Aluminiumoxid nach Russland
für Debatten gesorgt. Das Rohmaterial dient zur Herstellung von
Aluminium, ist aber auch für die Rüstungsproduktion von großer
Bedeutung. Ein Werk in der irischen Grafschaft Limerick war deswegen
in die Schlagzeilen geraten.
