Kallas kündigt Reaktion auf neue russische Angriffswelle an

02.07.2026 13:57

Russland attackiert mit Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern
ukrainische Städte. In Brüssel möchte man nicht tatenlos zusehen.

Brüssel (dpa) - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach den
jüngsten russischen Angriffen auf Kiew und andere ukrainische Städte
neue Sanktionsvorschläge angekündigt. «Heute werde ich als Reaktion
auf die Angriffe vorschlagen, weitere Einrichtungen zu sanktionieren,
die den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen»,
teilte sie mit. Je stärker Moskau Zivilisten angreife, desto schärfer
müssten die Sanktionen ausfallen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Dienst der EU in
Brüssel erfuhr, ist geplant, die neuen Sanktionen gegen insgesamt
fünf Einrichtungen und eine Einzelperson zu verhängen. Bei ihnen soll
es sich um Akteure handeln, die an der Entwicklung und Herstellung
von Komponenten beteiligt sind, mit denen die Fähigkeiten russischer
Drohnen des Typs Shahed und Geran verbessert werden.

Kallas erklärte in ihrer Ankündigung: «Verurteilungen allein werden
die Angriffe auf Kiew nicht stoppen. Nur eine anhaltende militärische
Unterstützung der Ukraine und ein erhöhter Druck auf Moskau können
das erreichen.» Man werde den Preis für Russland weiter erhöhen, bis

Moskau verstehe, dass es diesen Krieg nicht gewinnen könne.