Brüssel genehmigt zusätzliche Entlastung für energieintensive Firmen
08.07.2026 11:16
Energieintensive Unternehmen in Deutschland ächzen unter hohen
Energiepreisen. Abhilfe sollen nun Entlastungen schaffen.
Berlin (dpa) - Die EU-Kommission hat die Ausweitung von Entlastungen
für energieintensive Unternehmen in Deutschland genehmigt. Das
teilten das Bundeswirtschaftsministerium sowie das
Bundesumweltministerium mit. Konkret geht es um die sogenannte
Strompreiskompensation. Dabei werden Firmen indirekt von Kosten des
CO2-Emissionshandels entlastet. Ziel ist es, eine Verlagerung von
Produktion zu verhindern.
Mit der Entscheidung aus Brüssel könnten rückwirkend für das
Abrechnungsjahr 2025 weitere energie- und handelsintensive Branchen
bei ihren Stromkosten entlastet werden, hieß es von den Ministerien.
Zugleich steige die Förderintensität für bereits beihilfeberechtigte
Unternehmen. «Damit können zusätzlich rund 20 weitere Branchen von
der Strompreiskompensation profitieren.»
Reiche: «Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze gesichert»
Eine Erweiterung mit einem solchen Umfang habe es bislang noch nicht
gegeben, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). «Damit
wird industrielle Wertschöpfung in Deutschland erhalten, und es
werden gute Arbeitsplätze gesichert.» Zu den neuen Sektoren zählten
unter anderem Unternehmen der organischen Chemie und der
Glasindustrie.
Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sage, es werde
Planungssicherheit für Unternehmen geschaffen und industrielle
Wertschöpfung gesichert.
Die Bundesregierung hatte außerdem für die Jahre 2026 bis 2028 einen
neuen, staatlich subventionierten und vergünstigten
Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen eingeführt - für
einen Teil des Verbrauchs und unter bestimmten Bedingungen. Die
Beihilfe wird im Jahr nach dem Abrechnungsjahr ausgezahlt. Der
Industriestrompreis kann unter bestimmten Voraussetzungen mit der
Strompreiskompensation kombiniert werden.
