Ungarn soll nach Regierungswechsel EU-Milliarden bekommen

10.07.2026 13:46

Weil Ungarn sich unter Viktor Orban nicht um Rechtsstaatlichkeit und
Grundwerte scherte, wurden EU-Gelder in Milliardenhöhe nicht
ausgezahlt. Nach dem Regierungswechsel gibt es nun einen Kurswechsel

Brüssel (dpa) - Ungarn soll nach dem Regierungswechsel rund zehn
Milliarden Euro aus dem in der Corona-Krise geschaffenen
EU-Wiederaufbaufonds bekommen. Deutschland und die anderen EU-Partner
des Landes billigten dafür in Brüssel ein entsprechendes Reform- und
Investitionsprogramm. Es wird den Angaben zufolge auch die
Korruptionsbekämpfung stärken und die Transparenz bei öffentlichen
Mitteln und der öffentlichen Auftragsvergabe erhöhen. 

Wegen Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit und EU-Grundwerte waren
unter der Regierung des Rechtspopulisten Viktor Orban für Ungarn
vorgesehen EU-Gelder in zweistelliger Milliardenhöhe nicht ausgezahlt
worden. Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar und seine
Regierung haben nun einen politischen Kurswechsel eingeleitet und
hoffen auf eine schnelle Freigabe der Mittel. Von den zehn Milliarden
Euro, um die es jetzt geht, sind nach EU-Angaben rund 6,5 Milliarden
Euro Zuschüsse und rund 3,5 Milliarden Euro Darlehen.