Russland bei Biennale: EU-Kommission für Förderungsentzug

11.07.2026 21:57

Russland ist in Venedig zurück auf der großen Kunstbühne. Die EU
lehnt dies weiter ab - und droht nun mit konkreten Konsequenzen.

Berlin (dpa) - Die Kunstbiennale von Venedig muss wegen der geplanten
Wiedereröffnung des russischen Pavillons mit der Streichung von
Zuschüssen der EU rechnen. «Die Kommission empfiehlt der EACEA
(Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur) offiziell, die
Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro an die Biennale in Venedig
zu kündigen», erklärte die Vizepräsidentin der EU-Kommission Henna

Virkkunen auf der Plattform X. 

«Kultur in Europa - finanziert mit Steuergeldern - sollte
demokratische Werte fördern und schützen. Diese Werte werden im
heutigen Russland nicht respektiert», schrieb die Finnin weiter.

Erste Teilnahme Russlands seit Beginn des Ukraine-Kriegs

Die Beteiligung Russlands an der am 9. Mai begonnenen Ausstellung ist
die erste seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die
Ukraine. Bei den beiden vorigen Biennalen wurde der russische
Pavillon von Russland nicht genutzt: 2022 zogen sich die vorgesehenen
Künstler aus Protest gegen den Angriff auf das Nachbarland
kurzfristig zurück. 2024 überließ Moskau das Gebäude Bolivien.

Nach früheren Angaben aus Brüssel stellt die EU-Kommission der
Biennale-Stiftung derzeit über einen Zeitraum von drei Jahren
insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung. Damit hilft sie bei der
Unterstützung von Filmproduzenten und immersiver Technik.