Schüler-Sprecherin fordert Anstrengungen für Social-Media-Kompetenz
13.07.2026 16:14
Bald könnte ein Verbot für TikTok und Co. für Unter-13-Jährige
kommen. Was sagt die Vertretung der Schüler dazu? Würde so ein Verbot
gegen die Risiken helfen?
Berlin (dpa) - Die Bundeskonferenz der Schülerinnen und Schüler
unterstützt die diskutierten Social-Media-Beschränkungen, fordert
aber vor allem mehr Social-Media-Kompetenz für Deutschlands Schulen.
Empfehlungen von EU-Expertinnen und Experten unter anderem für ein
Mindestnutzungsalter von 13 Jahren seien nachvollziehbar, sagte die
Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz, Amy Kirchhoff,
der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ein Verbot sei allerdings nur
«eine einfache Lösung».
Der «springende Punkt» aus Kirchhoffs Sicht: Die jungen Menschen
müssten Soziale-Medien-Kompetenz erlernen. Das geschehe mit einem
möglichen Verbot nicht. Deutschland sieht die Generalsekretärin dabei
noch unzureichend aufgestellt.
«Da braucht es eine große Anstrengung»
Der «zentrale Ort» dafür sei die Schule. Kirchhoff forderte die für
die Bildung zuständigen Länder und den Bund deshalb auf, die Schulen
auf den Stand zu bringen, den jungen Schülerinnen und Schülern solche
Fähigkeiten zu vermitteln.
«Da braucht es definitiv eine große Anstrengung», sagte Kirchhoff.
Dabei brächten die sozialen Medien nicht nur Suchtgefahren. Die
Schüler-Sprecherin wies auch auf Risiken etwa wegen Fake News oder
Mobbings hin. Andererseits gelte es auch, den jungen Menschen die
Möglichkeiten durch Social Media zu eröffnen.
Viele Schulen seien bei Digitalisierung und Social-Media-Kompetenz
immer noch nicht auf einem annähernd aktuellen Stand - jenseits von
Vorzeigeschulen, wie Kirchhoff erläuterte. «Das ist leider immer noch
Realität.» Das gelte vielfach auch für die entsprechende Kompetenz
von Lehrkräften.
