Analyse: Viertel des EU-Stroms kommt aus Solarkraft
14.07.2026 00:02
Die hohen Temperaturen sorgen im Juni für einen hohen Strombedarf -
die Solarkraft liefert.
Brüssel (dpa) - Im Mai und Juni ist in Deutschland so viel Strom aus
Solarenergie gewonnen worden wie nie zuvor. In den beiden Monaten kam
ein Anteil von 33 Prozent beziehungsweise 36 Prozent aus der
Sonnenkraft, wie aus einer Analyse der Energie-Denkfabrik Ember
hervorgeht. EU-weit wurde im Juni ein Viertel durch Solarenergie
erzeugt - Ember zufolge ebenfalls so viel wie nie noch nie.
Ember zufolge war die Sonnenenergie damit im Juni die größte einzelne
Stromquelle der EU - vor Kernenergie (21 Prozent), Erdgas (15
Prozent), Windkraft (14 Prozent) und Wasserkraft (12 Prozent). Acht
Prozent kamen demnach aus Kohle. Erst zum dritten Mal überhaupt sei
Solarenergie damit die wichtigste Stromquelle der EU gewesen - nach
Juni 2025 und Mai 2026. Der Rekord sei das Ergebnis eines
außergewöhnlich starken Wachstums der vergangenen fünf Jahre: Im Juni
2021 stammten den Angaben zufolge nur 10 Prozent des EU-Stroms aus
Solarenergie.
Wie die Autoren weiter schreiben, fiel die Rekordproduktion von
Solarstrom mit einer vergleichsweise hohen Stromnachfrage in den
vergangenen zwei Monaten zusammen - zurückzuführen unter anderem auf
den steigenden Kühlbedarf infolge der außergewöhnlichen Hitzewellen.
«Gleichzeitig trug Solarenergie dazu bei, die Stromversorgung
aufrechtzuerhalten, während andere Energiequellen unter den heißen
und windarmen Wetterbedingungen an ihre Grenzen stießen», heißt es.
