Ukraine empfängt Staatschefs aus Südosteuropa zum Gipfel
15.07.2026 13:12
Trotz zuletzt schwerer Angriffe auf Kiew sind erneut hochrangige
Besucher in der ukrainischen Hauptstadt eingetroffen. Die Ukraine
erhofft sich von dem Gipfel mehr Hilfe aus dem Südosten Europas.
Kiew (dpa) - Neben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
sind auch mehrere Staats- und Regierungschefs aus Südosteuropa in
Kiew zu einem Gipfel eingetroffen. «Wir halten den 5.
Ukraine-Südosteuropa-Gipfel ab, um unsere Partnerschaft und
Kooperation auf dem Weg in die EU zu bekräftigen», schrieb der
ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Es gehe
darum, das politische Zusammenspiel und die Kooperation im
Sicherheits- und Verteidigungsbereich zu stärken.
Dabei sind unter anderem die Präsidenten von Rumänien, der Republik
Moldau, Albanien und Serbien, Nicusor Dan, Maia Sandu, Bajram Begaj
und Alexandar Vucic. Aus Kroatien und Slowenien sind die
Regierungschefs Andrej Plenkovic und Janez Jansa angereist. Andere
Staaten wie Nordmazedonien und Montenegro sind durch ihre
Außenminister vertreten.
Die Ukraine erhofft sich von dem Treffen weitere Hilfe bei ihrem
Abwehrkampf gegen die seit mehr als vier Jahren andauernde russische
Invasion. Besonders wichtig aus Kiewer Sicht sind Flugabwehrwaffen.
Im vergangenen Jahr wurde der Gipfel in Odessa ausgetragen. Er endete
unter anderem mit einer Deklaration, die den russischen Angriff auf
die Ukraine verurteilte. Einzig Vucic, der damals auch anreiste,
verweigerte seine Unterschrift unter dem Dokument. Serbien gilt als
mit Russland befreundeter Staat.
