Reaktion auf EU-Maßnahme: China sanktioniert deutsche Firmen

24.07.2026 11:20

Die EU-Mitgliedsstaaten einigen sich auf eine neue Sanktionsrunde
wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine. Auf der Liste stehen auch
Firmen aus China. Peking reagiert mit einer Gegenmaßnahme.

Peking (dpa) - Als Reaktion auf die neuen Russland-Sanktionen der EU
hat China gegen 14 Unternehmen aus Deutschland und anderen
europäischen Ländern Exportkontrollen verhängt. Durch die 21.
Sanktionsrunde seien auch 14 Unternehmen aus China und der
chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong auf die Liste der EU
geraten, begründete das Handelsministerium in Peking den Schritt. 

Mit der Maßnahme wahre China die nationale Sicherheit und die
nationalen Interessen, teilte die Behörde weiter mit.
Exportunternehmen ist es demnach untersagt, sogenannte
Dual-Use-Güter, also Waren mit einem zivilen, aber auch militärischen
Verwendungszweck an die betroffenen EU-Firmen auszuführen. Zudem
dürfen ausländische Personen oder Organisationen den Unternehmen
entsprechende Güter mit Ursprung in der Volksrepublik nicht zur
Verfügung stellen, wie es hieß. 

Wer konkret betroffen ist

Betroffen sind laut Handelsministerium der deutsche Rüstungsbauer
Rheinmetall, die Antraco Chemie-Handelsgesellschaft mit Sitz in
Duisburg sowie Sindlhauser Materials aus Kempten im Allgäu. Außerdem
setzte Peking Unternehmen aus Italien, Frankreich, Polen, den
Niederlanden und weiteren Ländern auf die Liste. Die Maßnahmen traten
sofort in Kraft. 

Zuvor hatten sich die EU-Staaten wegen des russischen Angriffskrieges
gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Wie aus
einer EU-Mitteilung hervorging, nahm der Rat der Mitgliedstaaten 51
«Einrichtungen» auf eine Liste für Exportbeschränkungen zu
Dual-Use-Gütern und Technologie, weil sie Russlands Militär und
Rüstungsindustrie unterstützt haben sollen. Einige dieser
Einrichtungen haben der Mitteilung zufolge ihren Sitz in Drittländern
wie China, einschließlich Hongkong, aber auch Indien, Kasachstan oder
Kirgisistan.