EU bestellt nach Luftraumverletzung Vertreter Russlands ein
28.07.2026 14:20
Ein Bombenangriff auf das lettische Konsulat in Slowjansk und dann
Luftraumverletzungen in Rumänien: Die EU sieht sich mit neuen
Aggressionen Russlands konfrontiert. Nun gibt es eine erste Reaktion.
Brüssel (dpa) - Die EU hat in Reaktion auf neue Drohnenvorfälle und
die Zerstörung des lettischen Honorarkonsulats in der Ostukraine den
Geschäftsträger Russlands in Brüssel einbestellt. «Wir haben unsere
scharfe Verurteilung der vorsätzlichen Verletzung des rumänischen
Luftraums durch russische Drohnen zum Ausdruck gebracht», erklärte
ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Dieser
rücksichtslose Akt stelle eine ernste Eskalation dar und bedrohe die
Sicherheit der Menschen in der EU, die regionale Stabilität und den
internationalen Frieden.
Den Angaben zufolge wurde bei dem Treffen zudem die Zerstörung des
lettischen Honorarkonsulats in der frontnahen ukrainischen Stadt
Slowjansk in der Region Donezk thematisiert. Nach Angaben Lettlands
handelt es sich bei dem Konsulat um die einzige dauerhaft besetzte
europäische Vertretung in der Frontregion. Sie wurde von einer
russischen Präzisionslenkbombe vom Typ KAB-250 getroffen. Kallas
hatte nach dem Angriff am vergangenen Freitag auch Vorschläge für
weitere Sanktionen gegen den russischen militärisch-industriellen
Komplex angekündigt. Sie sollen in den kommenden Wochen von
Vertretern der Mitgliedstaaten diskutiert werden.
Zu den jüngsten Luftraumverletzungen in Rumänien war es am Wochenende
gekommen. Die rumänische Luftwaffe schoss dabei mehrere der
Flugobjekte im eigenen Luftraum ab.
