Söder wirbt in Chisinau für EU-Beitritt der Republik Moldau
30.07.2026 17:30
Sozusagen am Rückweg von Athen nach München macht CSU-Chef Söder Halt
außerhalb der Europäischen Union. Es ist ein Ort, an dem noch nie ein
bayerischer Ministerpräsident zuvor gewesen ist.
Chisinau (dpa) - Premiere in Chisinau: Mit Markus Söder besucht
erstmals ein bayerischer Ministerpräsident die Republik Moldau. Der
CSU-Chef kommt am Freitag auf Einladung von Staatspräsidentin Maia
Sandu in das kleine, aber geopolitisch überaus gefragte Land zwischen
Rumänien und der Ukraine. Bayerns Ministerpräsident ist seit
Donnerstag auf Süd-Osteuropareise, war zunächst in Ungarn und
Griechenland zu politischen Gesprächen zu Gast.
Seit Juni 2024 laufen die offiziellen Beitrittsverhandlungen zwischen
der Europäischen Union und der Regierung in Chisinau. Sandu hatte vor
einem Jahr das Ziel ausgegeben, bis 2030 der EU beizutreten. Infolge
des Ukraine-Krieges genießt die Republik Moldau weltweite
Aufmerksamkeit. Das kleine Land erhofft sich von der
EU-Mitgliedschaft mehr Schutz vor einem russischen Einmarsch.
Söder hatte bereits vor der Reise angekündigt, Bayern unterstütze die
moldauischen EU-Beitrittspläne, «wie wir das bei Rumänien, Bulgarien
und auch Kroatien getan haben». Es sei aufgrund der strategischen und
sicherheitspolitischen Lage in der Region überaus wichtig, das Land
an den Westen zu binden. «Es ist ein Schlüsselstaat für die
europäische Ostgrenze.»
