Merz drängt auf Schutz der EU-Außengrenze

31.07.2026 13:50

Der Andrang auf die Exklave Ceuta hat Spanien in den Krisenmodus
versetzt. Auch Berlin sieht die Entwicklung mit Sorge. Der
Bundeskanzler drängt auf Gegenmaßnahmen.

Berlin (dpa) - Wegen des Ansturms zehntausender Migranten auf die
Exklave Ceuta hat Bundeskanzler Friedrich Merz die spanische
Regierung aufgerufen, die Situation schnellstmöglich wieder in den
Griff zu bekommen. «Der Schutz der Außengrenzen der Europäischen
Union ist entscheidend für die Bekämpfung illegaler Migration»,
betonte der CDU-Politiker. «Von Marokko erwarten wir, dass sie die
illegalen Migranten unverzüglich wieder zurücknehmen», ergänzte der

Kanzler.

Die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann warnte vor einem
Kontrollverlust an der EU-Außengrenze. «Illegale Migration bedroht
uns als Land und Gesellschaft. Es darf keinen Kontrollverlust an den
Grenzen geben», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das neue
europäische Asylsystem GEAS müsse diesem «ersten großen
Anwendungsfall» standhalten. Die Reform zielt auf verbesserte
Kontrollen und Registrierungen an den EU-Außengrenzen ab.

Medienberichten zufolge waren in den vergangenen Tagen fast 50.000
Migranten von Marokko aus irregulär in die spanische
Nordafrika-Exklave gelangt. Merz begrüßte vor diesem Hintergrund
ausdrücklich die Absicht aus Madrid, «die illegalen Migranten nicht
auf den europäischen Kontinent zu lassen».