Spanien: Nahezu alle Migranten haben Ceuta verlassen
31.07.2026 22:04
Mehr als 50.000 Menschen drängten nach Ceuta - jetzt sind laut Madrid
fast alle zurück in Marokko. Die EU bewertet die Entwicklungen.
Madrid/Ceuta (dpa) - Die Migrationskrise in der spanischen
Nordafrika-Exklave Ceuta ist nach Angaben der spanischen Regierung
nach dem Andrang von mindestens 50.000 Menschen nun praktisch
überwunden. «Nahezu alle, die in Ceuta angekommen waren, sind
inzwischen wieder nach Marokko zurückgekehrt», schrieb Außenminister
José Manuel Albares auf X.
Die Integrität des Schengen-Raums sei gewährleistet. Es sei nicht
möglich, auf das spanische Festland zu gelangen, ohne sich
auszuweisen, erklärte Albares nach Kritik anderer Staaten der
Europäischen Union. Er kritisierte die «interessengeleitete
Verwirrung» rund um die Krise - ohne direkt auf eine bestimmte
Regierung hinzuweisen. Zuvor hatte Italien angekündigt, das
Schengen-Abkommen über den freien Personenverkehr in der EU gegenüber
Spanien vorübergehend auszusetzen.
EU will die Entwicklungen in Ceuta bewerten
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner schrieb auf X, Albares habe ihm
in einem Telefonat erzählt, dass «praktisch alle, die nach Ceuta
eingereist waren, zurückgekehrt sind». «Keine einzige Person hat die
Grenze zum EU-Festland überschritten.» Man bleibe in engem Kontakt.
Am Samstag wollen sich Experten der EU-Mitgliedstaaten über die
Entwicklungen austauschen, wie ein Sprecher der irischen
Ratspräsidentschaft zuvor mitgeteilt hatte. Am Montag folge ein
Treffen der Botschafter der EU-Staaten, um die Entwicklungen zu
bewerten und die Koordinierung zu erleichtern.
