Klingbeil fordert in Ceuta-Krise Respekt für Spanien

01.08.2026 18:40

Nach dem Migranten-Ansturm auf Ceuta zeigen sich viele EU-Länder
besorgt. Spanien gerät in die Kritik - zu Unrecht, meint der
SPD-Chef.

Ceuta/Berlin (dpa) - In der Debatte um den Ansturm von Migranten in
Ceuta verlangt der SPD-Co-Vorsitzende Lars Klingbeil Respekt und
Solidarität für Spanien. Das Land habe entschlossen gehandelt.
«Gerade in solchen Situationen darf Europa sich nicht
auseinanderdividieren lassen», hob Klingbeil hervor. 

Die Bilder Zehntausender Menschen, die sich - auch schwimmend und
kletternd - Zugang zur spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika
verschafften, lösten große Unruhe in der EU aus. Es kursieren
verschiedene Erklärungsversuche, wie es so weit kommen konnte. 

«Migranten wurden instrumentalisiert in dem Versuch, Europa zu
spalten», erklärte Klingbeil. «Es gilt, mit Spanien zu agieren und
nicht über Spanien zu sprechen.» Der sozialistische Ministerpräsident

Pedro Sánchez habe mit entschlossenem Handeln dafür gesorgt, dass der
allergrößte Teil der Menschen innerhalb kürzester Zeit von Ceuta
wieder nach Marokko zurückgekehrt sei.