EVP-Chef Weber will nach Ceuta mehr Rechte für Frontex

01.08.2026 21:00

Nach dem Migranten-Ansturm auf Ceuta zeigen sich viele EU-Länder
besorgt. Der Europa-Politiker verlangt «Durchgriffsrechte» für die
Grenzschutzagentur.

Ceuta/Berlin (dpa) - Angesichts der Migrationskrise in der spanischen
Exklave Ceuta fordert der Europapolitiker Manfred Weber mehr
Befugnisse für die europäische Grenzschutzagentur Frontex. «Ich will,

dass wir Frontex, unserer Europäischen Außengrenzenagentur, also
unserem Grenzschutz in Europa, auch wirklich Durchgriffsrechte
geben», sagte Weber, der das Parteienbündnis Europäische Volkspartei

(EVP) führt, bei RTL Aktuell.

«Wenn eine linke Regierung in Spanien nicht willens ist, die
Außengrenze zu sichern, dann muss Frontex auch Kommandogewalt
bekommen», verlangte Weber. «Dann muss auch Europa an diese Grenze
gehen und für Ordnung sorgen.»

Die Bilder Zehntausender Menschen, die sich - auch schwimmend und
kletternd - Zugang zur spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika
verschafften, lösten große Unruhe in der EU aus. Es kursieren
verschiedene Erklärungsversuche, wie es so weit kommen konnte. 

Weber sagte: «Einen unkontrollierten Zustand, wie wir ihn in den
letzten Stunden in Ceuta erlebt haben, darf es in Europa nicht geben.
Grenzen müssen gesichert sein.»