EU genehmigt Millionen-Staatshilfe für Stadion in Oldenburg
12.08.2026 14:23
Bald entsteht in der niedersächsischen Stadt eine Arena mit bis zu
15.000 Plätzen. Aus Brüssel gibt es nun wichtige Nachrichten für das
Projekt.
Brüssel/Oldenburg (dpa/lni) - Die Europäische Kommission hat grünes
Licht für eine deutsche Staatshilfe in Höhe von 75 Millionen Euro für
den Bau und Betrieb des neuen Stadions in Oldenburg gegeben. Wie die
Brüsseler Behörde mitteilte, entspricht die Förderung den
EU-Vorschriften für Beihilfen. Nach Angaben der Stadt Oldenburg soll
die Arena 10.604 Sitz- und Stehplätze haben, bei Bedarf soll die
Kapazität auf bis zu 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erweitert
werden können.
Im geplanten Stadion soll vor allem Fußball-Regionalligist VfB
Oldenburg seine Spiele austragen, aber auch Platz für andere
Sportveranstaltungen, etwa American Football oder Reitturniere, sowie
kulturelle Aktivitäten wie Konzerte sein. Die Stadt Oldenburg
verfolge mit dem Projekt das Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung
der Region zu fördern und sportliche, kulturelle sowie
gesellschaftliche Aktivitäten zu unterstützen, heißt es in der
Mitteilung der Kommission.
Die Fördermaßnahme sei erforderlich, da keine ausreichende private
Finanzierung für das Vorhaben zur Verfügung stehe, so die
Wettbewerbshüter in Brüssel. Das Geld geht demnach an ein
Unternehmen, das sich vollständig im Eigentum der Stadt befindet. Als
Auftragssumme für den Bau veranschlagt die Stadt 57,3 Millionen Euro.
Baubeginn im kommenden Sommer geplant
Der Beginn des Stadionbaus ist Angaben der Stadt zufolge für den 1.
Juli 2027 vorgesehen, eine Fertigstellung strebt sie Ende 2028/Anfang
2029 an.
Staatshilfe unterliegt in der EU strengen Regeln, um
Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden. So soll verhindert werden, dass
finanzstarke Länder wie Deutschland und Frankreich ihren Unternehmen
unverhältnismäßige Vorteile gegenüber Unternehmen aus kleineren
Ländern verschaffen.
