EU gibt grünes Licht für Milliarden-Deal von VW
13.08.2026 13:44
VW verkauft 51 Prozent seiner Großmotorentochter Everllence - und
bekommt dafür 7,4 Milliarden Euro. Brüssel gibt nun grünes Licht,
doch was würde der Verkauf für die deutschen Standorte bedeuten?
Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission genehmigt dem Volkswagen-Konzern,
eine Mehrheit seiner Großmotorentochter Everllence abzugeben. Der
Verkauf von 51 Prozent der Anteile an dem Unternehmen an den
US-Finanzinvestor Bain Capital werfe keine wettbewerbsrechtlichen
Bedenken auf, teilte die Brüsseler Behörde mit.
Ende Juni hatte VW mitgeteilt, sich mit Bain Capital geeinigt zu
haben. Bei großen Übernahmen prüft die EU-Kommission dann, ob dadurch
unverhältnismäßig große Einschränkungen des freien Wettbewerbs
entstehen können. Die Transaktion bringt Volkswagen einen Erlös von
7,4 Milliarden Euro ein. Mit dem Verkauf setzen die Wolfsburger ihren
Kurs zur stärkeren Fokussierung auf das Kerngeschäft fort.
VW: Kündigungen bis 2030 ausgeschlossen
Die fünf deutschen Standorte von Everllence, ehemals unter dem
Firmennamen MAN Energy Solutions bekannt, sollen auch unter der neuen
Eigentümerstruktur mindestens bis 2030 erhalten bleiben, wie VW
mitgeteilt hatte. Betriebsbedingte Kündigungen seien in diesem
Zeitraum ausgeschlossen.
Das Unternehmen mit Sitz in Augsburg, das erst 2025 in Everllence
umbenannt wurde, gehört nach eigenen Angaben mit rund 16.000
Beschäftigten und einem Umsatz von rund 4,9 Milliarden Euro zu den
weltweit führenden Herstellern von Großmotoren, Turbomaschinen und
Dekarbonisierungslösungen.
