Frontex: Zahl der irregulären Grenzübertritte in die EU sinkt deutlich

14.08.2026 15:49

Dieb Grenzschutzbehörde meldet deutlich weniger unerlaubte Einreisen
an Europas Außengrenzen. Auf einer Route steigen die Zahlen jedoch.

Warschau (dpa) - Die EU-Behörde Frontex hat in den ersten sieben
Monaten des laufenden Jahres mehr als ein Drittel weniger illegale
Grenzübertritte an den Außengrenzen Europas verzeichnet. 61.000
unerlaubte Einreisen bedeuteten einen Rückgang von 37 Prozent im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte die EU-Grenzschutzagentur in
Warschau mit.

Die Behörde räumte ein, dass die genannte Zahl auf einer Auswertung
vorläufiger Daten basiere und die «außergewöhnlichen Ereignisse»
an
der EU-Außengrenze der spanischen Exklave Ceuta nicht widerspiegele.
Ende Juli waren nach Angaben der spanischen Regierung zeitweise rund
80.000 Menschen in die Exklave gelangt. Marokko selbst hatte die Zahl
der Ankünfte mit rund 40.000 angegeben. 83 Menschen kamen dabei ums
Leben. Der Vorfall löste eine Debatte über den Schutz der
Außengrenzen der EU und die Verantwortung Spaniens aus.

Mehr Bootsflüchtlinge im westlichen Mittelmeer

Nach den Frontex-Daten führen die Hauptfluchtrouten weiterhin über
das Mittelmeer, wo Migranten versuchen, mit Booten überzusetzen. Die
Route über das östliche Mittelmeer von der Türkei nach Griechenland
sowie die Route über das zentrale Mittelmeer von Libyen und Tunesien
nach Italien und Malta machten insgesamt 60 Prozent der registrierten
irregulären Einreisen aus. 

Während es auf beiden Strecken einen deutlichen Rückgang gab, stellte
die Grenzschutzbehörde auf der Migrationsroute über das westliche
Mittelmeer nach Spanien einen Anstieg von 37 Prozent fest.