China droht EU im Streit um JD.com
20.08.2026 06:12
Die EU prüft, ob JD.com bei der geplanten Ceconomy-Übernahme unfaire
Vorteile durch Subventionen hat. Peking kündigt Gegenmaßnahmen an.
Peking (dpa) - China hat der Europäischen Union wegen ihrer
Untersuchung zur geplanten Übernahme der MediaMarkt-Saturn-Mutter
Ceconomy durch den chinesischen Onlinehändler JD.com mit
Gegenmaßnahmen gedroht. Sollte die EU an ihrem Vorgehen festhalten,
werde Peking entschlossen reagieren, teilte das chinesische
Justizministerium mit.
Zugleich verbot Peking Organisationen und Einzelpersonen, die EU bei
bestimmten Auskunftsersuchen in China zu unterstützen. Das
Justizministerium warf Brüssel vor, umfangreiche und unnötige
Informationen aus China verlangt zu haben.
EU prüft mögliche Subventionen
Die EU-Kommission prüft die geplante Übernahme seit Mai genauer. Sie
untersucht, ob JD.com Subventionen aus China erhalten hat, die den
Wettbewerb verzerren könnten. Dabei geht es unter anderem um günstige
Finanzierungen, Steuervergünstigungen und Zuschüsse. JD.com weist die
Bedenken zurück.
Das Angebot des chinesischen Onlinehändlers bewertet Ceconomy mit
rund 2,2 Milliarden Euro. Zu dem Düsseldorfer Konzern gehören
MediaMarkt und Saturn. Das Bundeskartellamt hat die Übernahme bereits
freigegeben. Die Prüfung der EU läuft davon getrennt.
